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KUNO Sperrdienst
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Informationen zu KUNO

Übersicht:    1. Was ist KUNO?
2. Wie funktioniert KUNO?
3. Warum sind mehrere Sperrmeldungen notwendig?


1. Was ist KUNO?
KUNO ist die Abkürzung für "Kriminalitätsbekämpfung im unbaren Zahlungsverkehr unter Nutzung nichtpolizeilicher Organisationsstrukturen" und stellt ein simples aber wirkungsvolles Sperrsystem dar, welches von Polizeibehörden und Wirtschaft entwickelt wurde, um Zahlungen per Debitkarte im elektronischen Lastschriftverfahren – also mit Unterschrift – sicherer zu gestalten.
Da Banken und Sparkassen dem Einzelhandel Informationen über gesperrte Karten seit Ende 2006 nur noch im Rahmen des Girocard-Verfahrens (Zahlung mit Karte und PIN; ehemals ec-Cash) melden, ist eine Sicherheitslücke entstanden: im Lastschriftverfahren können die gemeldeten Karten weiterhin zur Zahlung verwendet werden. KUNO schiebt dem einen Riegel vor. Relevante Kontoinformationen polizeilich angezeigter Kartendiebstähle/-verluste werden von den Polizeidienststellen des Bundes und der Länder an eine zentrale Meldestelle übermittelt. Von dort aus werden die Daten an die angeschlossenen Handelsunternehmen weitergegeben, sodass diese Zahlungen mit den gemeldeten Karten anschließend ablehnen können.
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2. Wie funktioniert KUNO?
Im Rahmen der Erstattung einer Anzeige wegen des Verlusts/Diebstahls einer Girocard oder eines erwiesenen Falles von Kontoeröffnungsbetrug, bieten die Polizeibehörden des Bundes und der Länder (mit Ausnahme von Hessen) auf Wunsch des Anzeigenstellers die zusätzliche Erfassung einer KUNO-Meldung an. Hierzu werden die KUNO-relevanten Kontodaten (Bankleitzahl, Kontonummer und – wenn bekannt – Kartenfolgenummer) aufgenommen und an die zentrale Meldestelle des EHI übermittelt. Von dort aus werden die Daten umgehend den registrierten KUNO-Empfängern zur Verfügung gestellt. Die entsprechenden (Handels-) Unternehmen können Zahlungen mit den gemeldeten Karten anschließend ablehnen und ein Missbrauch somit verhindert werden.

Wird bei der KUNO-Meldung keine Kartenfolgenummer erfasst, werden die an KUNO angeschlossenen (Handels-) Unternehmen zunächst gebeten, alle an das Girokonto gebundenen Debitkarten abzulehnen. Diese Sperrung ist jedoch zeitlich befristet und erlischt, sollte keine Kartenfolgenummer nachgemeldet werden. Erst bei (Nach-)Meldung der einstelligen Kartenfolgenummer bezieht sich die KUNO-Sperrung ausschließlich auf die betroffene Karte und ist unbefristet gültig. Der Einsatz weiterer Karten des Girokontos inklusive neu ausgegebener Karten ist dann ohne Einschränkung möglich.

Informationen über die Fristen und Möglichkeiten der Nachmeldung von Kartenfolgenummern, erhält der Kontoinhaber in Form eines Merkblattes im Rahmen seiner KUNO-Meldung bei der Polizei. Dem Merkblatt ist ebenso die Sperrbestätigungsnummer zu entnehmen, die unbedingt anzugeben ist, um Änderungen der KUNO-Meldung durchzuführen zu können.

Eine KUNO-Meldung entbindet den Anzeigenden nicht von seiner Pflicht, auch das kontoführende Kreditinstitut unverzüglich über den Diebstahl/Verlust seiner Karte zu informieren, damit diese auch für Verfügungen im Girocard- System (ehemals ec-cash), also an Geldausgabeautomaten oder für Zahlungen mit Einsatz der Geheimnummer, gesperrt werden kann.
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3. Warum sind mehrere Sperrmeldungen notwendig?
In Deutschland existieren zwei unterschiedliche Zahlungsverfahren, die bei der Zahlung mit Girocard (ehemals EC-Karte) zum Einsatz kommen können. Zum einen die Zahlung mit PIN-Eingabe (Girocard-, ehemals ec-Cash-Verfahren) und zum anderen die Zahlung mit Unterschrift (elektronisches Lastschriftverfahren). Während ec-Cash das offizielle Verfahren der deutschen Kreditwirtschaft darstellt und die Nutzung für Händler mit entsprechenden Gebühren verbunden ist, wurde das ELV-Verfahren als kostengünstige und von der Kreditwirtschaft unabhängige Alternative von deutschen Handels- und Dienstleistungsunternehmen entwickelt. Banken und Sparkassen machen dem Einzelhandel seit 2006 Informationen über gesperrte Karten jedoch nur noch bei Nutzung des PIN-basierten Girocard-Verfahrens zugänglich. Das wesentlich stärker verbreitete und bei Kunden beliebte Lastschriftverfahren ist seitdem von dieser Seite weitgehend ungeschützt. KUNO schließt diese Sicherheitslücke, um Kunden des Einzelhandels weiterhin eine bequeme und schnelle Möglichkeit des Bezahlens bieten zu können. Da KUNO somit als zusätzlicher, von Banken und Sparkassen unabhängiger Bürgerservice der Polizei angeboten wird, ist der Gang zur örtlichen Polizeibehörde unerlässlich, um eine Sperrung zu veranlassen.
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